Tja, liebe Ratefreunde – diesmal bin ich als Montagsgastmaler wohl selbst in der Pflicht, das Rätsel aufzulösen. Einige tapfere Annäherungsversuche hat es ja gegeben, wobei Daniel Sanders Vorschlag »Der Besen im System« sehr gefallen hat (nur befindet sich dieser Besen hier bildlich komplett außerhalb der Verführungs-Rettungs-Dyade), Anja Kütemeyers »Fegefeuer der Eitelkeiten« geschickt den Handfeger aufgegriffen hat (wäre noch ein Spiegel im Bild, hätte man natürlich überhaupt keine Einwände gelten lassen können) und Sarah Ballhausens systematisches Vorgehen einige vielversprechende Spuren legen konnte, die zu verfolgen sich gelohnt hätte. Also: Hochachtung vor all diesen Versuchen! Wir sind ja immer offen für plausible Vorschläge und hätten uns auch sehr gefreut über:
– Irving: Gottes Werk und Teufels Beitrag. Dafür hätte doch gesprochen, dass die Arbeitsteilung hier ganz augenfällig ist, oder? Es muss ordentlich geputzt werden, aber einer muss ja auch etwas Leckeres kochen und bringt schon mal einen Bratspieß mit.
– Wolfe: Schau heimwärts, Engel! (Da wartet nämlich schon die Hausarbeit.)
– Kierkegaard: Entweder – oder. Ein bisschen platt vielleicht, passt aber fast überall. Außerdem müsste man sich über den Hinweis auf Herrn Pätzkes Philosophiestudium in diese grobe Richtung gelockt fühlen, meinen wir.
Und was hat sich der Urheber des Rätsels selbst gedacht? Tusch, Vorhang auf:
– Friedrich Nietzsche: Jenseits von Gut und Böse. – Nun ja! Irgendetwas muss sich ja da befinden, sagt sich der Dilettant, was man hinmalen kann. Das Bildelement »Feger« hatte mithin den Hauptzweck, ein vages Jenseits anschaulich zu füllen, und den sehr angenehmen Zusatznutzen, die absichtslose, aber aufmerksame Raterin spontan an die Barttracht des Autors zu erinnern.
7. August 2012 at 11:52
Haarbürste *lach*
3. August 2012 at 10:59
Halleluja… Ich hab tatsächlich die ganze Woche immer mal wieder gerätselt, welcher Buchtitel mir dazu einfallen könnte, aber auf »Jenseits von Gut und Böse« bin ich leider nicht gekommen. :-(
Obwohl es, im Nachhinein betrachtet, eigentlich sehr logisch ist. Mich hat diese Haarbürste einfach zu sehr verwirrt. ;-)