Der Altstadtlauf ist seit vielen Jahren ein fester Termin in den Kalendern vieler Göttinger – und natürlich für die meisten V&Rler. Auch in diesem Jahr haben sich unerschrockene, hoch motivierten und top vorbereiteten Athleten in schicken V&R- Trikot ins Getümmel gestürtzt, um sich der sportlichen Herausforderung zu stellen.

In einer kleinen Interviewserie beleuchten wir die Ereignisse des Abends näher:

Herr Sander, wie haben Sie und die anderen Kollegen sich auf dieses sportliche Großereignis vorbereitet?

Nun, das ist natürlich eine Frage, die differenziert beantwortet sein will. Denn natürlich haben sich alle V&R-Starter ganz individuell auf den Lauf vorbereitet, um punktgenau topfit, hoch motiviert und pfeilschnell durch die Göttinger Altstadt flitzen zu können. Während ein Kollege seinen als Wanderurlaub geplanten Alpenaufenthalt kurzerhand in ein alpines Höhentraining umfunktioniert hat, nahm eine Kollegin in den unmittelbaren Wochen vor dem Start konsequent den Motorroller, um die Beine nicht durch unnötige Bewegung zu überanstrengen.

Das V&R-Team vor dem Start

Das V&R-Team vor dem Start

Auch die anderen Teammitglieder haben sich natürlich wochen-, ach was, monatelang auf dieses Highlight vorbereitet: gesunde, energiereiche Ernährung (noch am Tag vor dem Lauf gab es extra für die Läufer einen riesengroßen Berg Muffins – vielen Dank an den Kollegen!), Kilometergeschrubbe über die Wintermonate (ja, im Winter gewinnt man die Rennen…), Berg- und Talläufe, Tempoläufe, Steigerungen, Fahrtspiel, Intervalltraining, kurze Läufe, lange Läufe, sehr lange Läufe, ganz lange Läufe, ultralange… einfach alles, was dem Läuferherz so Freude bereitet…

Blick von der Fankurve auf den Startbereich

Für mich selbst stand in der Vorbereitungsphase neben dem eigentlich Laufen aber etwas anderes im Vordergrund: Was nimmt man bloß an Verpflegung mit? Denn 5,3 Kilometer sind ja nicht mal eben so gelaufen… Fünftausenddreihundert-nichtendenwollendemeter… allein das Wort sieht doch schon nach Strapazen aus… Nee, also ohne Proviant geht da ja wohl nichts. Vollgeladener Patronengürtel? Wird nicht reichen; es muss schon der Fünf-Liter-Trinkrucksack sein, sonst bleibt man spätestens nach einem Kilometer dehydriert am Straßenrand liegen. Und alle 500 Meter eine Banane, um die Energiereserven rechtzeitig aufzufüllen, muss auch sein… macht also 10,6 Bananen fürs Laufgepäck. Zwar hat meine sympathische vierfüßige Laufpartnerin mich (oder eher die mitgeführten Bananen?) im Training nicht mehr aus den Augen gelassen, aber wirklich bewährt hat sich dieses Ernährungskonzept dann doch nicht: die Verpflegungspausen kosten einfach zu viel Zeit, und mit zehn umgeschnallten Bananen sieht man zudem auch etwas merkwürdig aus… eine Banane vor dem Start hat dann aber auch ausgereicht und Flüssiges gab es auf der kleinen Feier nach dem Lauf auch genug…

Das Team war jedenfalls dank hochprofessioneller Vorbereitung auf den Punkt fit und hat den Verlag grandios repräsentiert.

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