Auch heute gibt es wieder unsere Montagsfrage: Heute möchten wir wissen, wofür der Begriff »Hering« verwendet wurde bzw. wird?
a) Für Anführungszeichen werden verschiedene Begriffe aus der Tierwelt verwendet. Am bekanntesten sind die »Gänsefüßchen«. Weniger geläufig sind hingegen die »Heringsschuppen« sowie die »Hasenöhrchen«.
b) Als Hering oder auch (Herings)Flosse bezeichnet man die typischen Anschwünge der Frakturversalien, z.B. in den Buchstaben F und T.
c) Zu Zeiten des Bleisatzes wurden Setzer scherzhaft mit Tiernamen bedacht, so wurde diese Berufsgruppe u.a. auch »Marder«, »Hamster« und als »Heringe« genannt.
d) Als Hering wurde und wird ein Setzerwerkzeug aus Metall (früher auch aus Hölz) mit verschiebbarem Winkelstück bezeichnet.
e) Wurde früher in der Bleisatzdruckerei dem Lehrling vom Meister ein Rüffel erteilt, so sprach man von einem »Hering«.
Viel Spaß beim Mitraten!
* Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein Sachbuch aus unserem Programm. Mitarbeiter des Verlags sind vom Gewinnspiel ausgeschlossen (dürfen aber natürlich gerne miträtseln). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Teilnahmeschluss für die zweite Runde ist der 10.08.2012.
25. Juli 2012 at 11:31
Also, ich bin für die “Hasenöhrchen”, das werde ich jetzt auch immer benutzen. Für mich waren Heringe bisher nicht nur die Dinger auf den Fischbrötchen, sondern auch diese Haken, die beim Zelten immer weg oder verbogen sind, oder soweit aus dem Boden ragen, dass man im Dunkeln drüber stolpert und dabei das Zelt umreißt. Hm – paßt nicht wirklich …?!
24. Juli 2012 at 16:02
Ich tippe mal auf Antwort d). Antwort e) klingt auch nicht schlecht, aber da müsste dann eher die Rede von einem “sauren Hering” meiner Meinung nach sein.
Bin mal gespannt auf die Lösung.