Und wieder stellen wir unsere sogenannte »Montagsfrage«, bei der wir die Bedeutung von ungewöhnlichen Begriffen rund um das Thema Buch suchen. Die Montagsfrage ist auch eine Frage der Ehre, denn wer weiß die richtige Antwort ohne die Hilfe von Wikipedia?

Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion. Ach ja, und immer nur eine Antwort ist die richtige.

Heute wollen wir wissen:

Was versteht man unter einem getrüffelten Buch?

a) Die im Vormärz im Bürgetum gebräuchliche Bezeichnung für Bücher der unterhaltenden Literatur in Vers und Prosa.

b) Die Bezeichnung getrüffeltes Buch stammt aus dem Umfeld der Lebensreformbewegung des 19. Jahrhunderts. Eine avandgardistische Strömung innerhalb der Bewegung hatte den Versuch unternommen, die olfaktorische Wahrnehmung durch Bücher zu schulen. Die Einbände dieser, von Spöttern auch als »Rüsselbücher« und »Stinkbomben« geschmäht, wurden zu diesem Zweck mit konzentrierten Geruchsstoffen imprägniert.

c) In Frankreich bezeichnen Anhänger des aus Marseille stammenden Kult-Autors Jean-Pierre Truffeau dessen Bücher liebevoll als getrüffelte Bücher.

d) Man versteht darunter Bücher, die durch stofflich oder sachlich ergänzende Beilagen besonders ausgestattet sind.

e) Mit getrüffelten Büchern sind Kochbücher gemeint, in denen vorrangig Rezepte rund ums »Trüffeln« versammelt sind, z.B. Perlhuhn getrüffelt im Kartoffelfond oder getrüffelte Wildschweinpastete.

P.S. Die Auflösung gibt es immer freitags. Viel Spaß!